Aktuell: Waldstetten

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Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
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Autor: Frau Herkommer
Artikel vom 16.10.2020

Heimatpflege: Die Waldstetter Familie Burkhardt nimmt sich seit 2009 ehrenamtlich der Anlage um das „Bronnforstkreuz“ an

Das Kreuz tritt mit der St. Laurentiuskirche in Dialog

Dietmar und Hedwig Burkhardt pflegen das „Bronnforstkreuz“ seit 2009 ehrenamtlich. So auch wieder in den zurückliegenden Wochen und alljährlich vor Ostern, wofür ihm der Waldstetter Schultes seinen großen Dank aussprach.

Wie alle Feld-, Weg- oder Hauskreuze in der Gemeinde Waldstetten hat auch dieses Waldkreuz eine eigene Geschichte: Der Wißgoldinger Bernhard Eisele wurde im Zweiten Weltkrieg zum Wehrdienst eingezogen und war in russische Gefangenschaft geraten. Seine Mutter Katharina betete um eine gesunde Heimkehr des Sohnes und versprach, zum Dank ein Kreuz zu errichten. 1948 kehrte der Sohn zurück. 1950 lösten die Eltern das Versprechen ein und errichteten an ihrer Hofzufahrt in Wißgoldingen ein Wegkreuz.

1999 restaurierten es die Familien Eisele und Burkhardt von Grund auf und gravierten in den Balken die Jahreszahlen 1950 und 1999 sowie die Namen Eisele und Burkhardt. Als dann die Burkhardts 2009 nach Waldstetten zogen, suchten sie dort einen neuen Standort und nahmen Kontakt mit Schultes Michael Rembold auf. Da der Bronnforst ein gern besuchter Naherholungsort ist, wurde der Weg über den Hügel, der damals mitten im Wald endete, bis zum Rundweg durchgezogen. Mit Blick auf Waldstetten errichtete der Bauhof dort eine Bank und das Kleinod bekam eine neue Heimat. „Das Kreuz tritt mit der St. Laurentiuskirche in Dialog“, beschreibt Rembold den wunderschönen Ausblick, der viele Menschen lockt. „Ein Ort für die innere Einkehr mit herrlichem Blick.“

Dass die Pflege für Dietmar Burkhardt eine Herzensangelegenheit darstellt und er „dies aus innerer Überzeugung macht“, ist der Beschreibung seiner Tätigkeit zu entnehmen. Zuerst befreite er die Bank vom Moos, dann entfernte er das Holz, schliff und strich es neu. Vor Anbringung dessen entrostete er die Metallbeine und verpasste ihnen ebenfalls einen neuen Anstrich. Dann befestigte er wieder die Bretter. Als nächstes stutzte er mit einer Astschere das Gestrüpp und setzte die Betonplatte frei, wofür er den Schotter zur Seite schob. Ein kurzer Anruf bei der Gemeinde und ein Bauhofmitarbeiter brachte feinen Splitt und transportierte den alten Schotter ab. „Hand in Hand bei gemeinschaftlichen Interessen“, betont Rembold die Zusammenarbeit mit Burkhardt und ergänzt: „Es ist edel, dass es solche Menschen wie die Familie Burkhardt gibt.“