Waldstetten (Druckversion)
Autor: Frau Herkommer
Artikel vom 22.12.2020

1. Lebendiger Adventskalender am Seniorenzentrum St. Johannes mit täglicher Erweiterung

Fast jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen

An annähernd jedem Wochentag werden die Bewohner und Mitarbeiter von unserem Seniorenzentrum St. Johannes mit einer Darbietung von Kindergarten- und Schulkindern, aber auch Erwachsenen erfreut. Dies begleiten wir und erstellen anschließend jeweils symbolisch ein neues Fenster mit einigen Bildern und zugehöärigen Texten.

Lassen Sie sich überraschen, womit die Vortragenden jeweils adventliche Stimmung erzeugt haben.

Montag, 30. November: Weihnachtsbaum der Lerngruppe 8 der Gemeinschaftsschule Unterm Hohenrechberg

Die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe 8 hatten spontan die Idee, den Senioren mit einem Weihnachtsbaum eine Freude zu bereiten. Doch diesen soll nicht einfach Weihnachtsdekoration zieren. Nein, die jungen Leute waren sehr kreativ und ließen sich für jeden Tag etwas anderes einfallen: Denksportaufgaben, Texte, Gedichte. Und liebevoll gestaltete Weihnachtsmotive.

Den Baum brachten Sie zusammen mit ihrem Lerngruppenleiter Thomas Weinöhrl am Montagnachmittag in einer Schubkarre von der Schule zum Seniorenzentrum und übergaben ihn an Einrichtungsleiterin Alexandra Waibel, die sich sehr darüber freute.

Dienstag, 1. Dezember: Klasse 4b der Gemeinschaftsschule

Wenn die Honigkerze brennt

Wenn die Honigkerze brennt
und ich rieche den Advent,
Öffne ich das erste Tor,
hol` den Stern aus Stroh hervor.

Steche Butterplätzchen aus,
freu mich auf den Nikolaus,
such mein graues Kuscheltier,
pack es ein in Glanzpapier.

Finde warten schrecklich schwer,
staun   ins  Weihnachtslichtermeer.

(Autor unbekannt)

 

Donnerstag, 3. Dezember: Cornelia Nesper

Gedanken einer Kerze         Adalbert Ludwig Balling
«Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende.
Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf.
Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton – sinnlos, nutzlos.
Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.
Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich.
Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich:
Entweder bleibe ich im Karton – unangerührt, vergessen, im Dunkeln –
oder aber
ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme.
Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.
Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas hergeben zu dürfen, als kalt zu bleiben
und im düsteren Karton zu liegen....
Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch – und es bleibt kalt und leer,
oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe,
dann erhält euer Leben Sinn.
Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben,
etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen,
vielleicht auch von eurer Traurigkeit.
Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher.
Nur wer andere froh macht, wird selbst froh.
Je mehr ihr für andere brennt, umso heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein.
Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.
Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir,
einer winzigen, kleinen Kerze.»

Freitag, 4. Dezember: Kindergarten St. Vinzenz

Der Kindergarten St. Vinzenz hatte am Freitag mehrere Beiträge mitgebracht

  • Sei gegrüßt, lieber Nikolaus
  • Gedicht des Zwergensaloons: Es klopft, es klopft, wer kann das sein…
  • Tanz der Piratenbande: Lichtertanz
  • Nussrondo mit den Bewohnern: Mik, mak, mulinak…
  • Schlusslied: Lasst uns froh und munter sein!
  • Abschiedsspruch: Erst die Rechte und dann die Linke und beide zusammen machen …..
 

Sonntag, 6. Dezember - Nikolaus

Besuch von Nikolaus und Knecht Ruprecht

Montag, 7. Dezember: Außenklasse der Klosterbergschule

W   warm und gemütlich sollst du es haben

E    eine helle Kerze

I     im Fenster und

H    Hoffnung im Herzen

N   nur schöne Überraschungen

A    alles, was du dir wünscht, soll zum

C    Christfest für dich in Erfüllung gehen.

H   hab wunderschöne

T    Tage und nicht zu vergessen:

E    ein besonders gutes glückliches

N   neues Jahr.

Das wünsche ich dir zu Weihnachten.

 

Weihnachtsrapp!

Weihnachtsmänner:  Are you ready!

Rentiere: Yes we are.
                   
Schlitten raus wir fangen an!
Hilfe braucht der Weihnachtsmann!
Gleich gehts ab! Hip, Hip, hurrah!

Weihnachten, das ist bald da.

Schluss:  Lets GO!

Dienstag, 8. Dezember: Klasse 7 der Franz von Assisi-Schule

Mit 6 Teilnehmer war am Dientag die KLasse 7 der Franz von Assisi-Schule zu Gast beim Seniorenzentrum St. Johannes.

Sie hatten sich als Thema "Glücksmomente" ausgewählt.

Und überreichten selbst gebastelte Karte mit dem Titel "Genieße jede glückliche Stunde" für jeden Bewohner.

Mittwoch, 10. Dezember: Klasse 6 der Franz von Assisi-Schule

Das 10. Kalendertürchen öffneten zehn SchülerInnen der Spirits-AG (Klasse 6) der Franz von Assisi-Schule mit mehreren Beiträgen.

Als Thema hatten sie "Advent/Weihnachten allgemein" gewählt.

Dafür trugen sie Gedichte vor:

  • Weißt Du noch... (siehe nebenstehendes Bild)
  • Tannenbäume, Kugeln, Lichter
    Tannenbäume, Kugeln, Lichter,
    Bratapfelduft und frohe Gesichter.
    Freude am Schenken -
    das Herz wird weit -
    ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit.

Außerdem führten die Schüler das selbstgeschriebene Rollenspiel: "Was ist für DICH schön an Weihnachten?" auf.

Musik und ein spontaner Tanz ergänzten den Auftritt.

Als Geschenk hatten die Jungs und Mädchen Karten und Christbaumkugeln aus Perlen mitgebracht.

Montag, 14. Dezember: Spirits-AG der Franz von Assisi-Schule

Am Montag hatten die SchülerInnen der Spirits-AG der Franz von Assisi-Schule Sterne aus Pfeifenputzer als Geschenke dabei - alle von den Teilnehmer selbst "gezaubert":

Sterne
Sie gehören zur Advents- und Weihnachtszeit
sie leuchten
erhellen das Dunkel
weisen den Weg
Wir wollen ihnen heute eine kleine Sternstunde schenken und öffnen nun das Kalendertürchen Nummer 14

Gott gebe Dir...
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorgen eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit,
für jedes Problem, das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und einen Antwort auf jedes Gebet.
(irisches Segensgebet)

Dienstag, 15. Dezember: Kindergarten St. Meinrad

Stellvertretend für die Kindergartenkinder von St. Meinrad überreichte Erzieherin Frau Barth die Geschenke an Maria Erker

Montag, 21. Dezember: Cornelia Nesper

Mit einem Quiz öffnete Cornelia Nesper vom Altenförderverein Waldstetten/Wißgoldingen das 21. Türchen des lebendigen Adventskalenders.
So wollte sie unter anderem Wissen welche Tiere das Jesuskind im Stall besuchten, wo zur Weihnachtszeit Sommer ist oder was ein typisches Weihnachtsgebäck sei. Zur Auswahl stellte sie je zwei Antworten.

Danach rezitierte sie zusammen mit den Bewohner von St. Johannes die beiden nachfolgenden Gedichte:

Es treibt der Wind (von Rainer Maria Rilke)
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus, den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Heiligkeit.

Weihnachten (von Joseph von Eichendorff)
Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins weite Feld,
hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

Dienstag, 22. Dezember: Cornelia Nesper

Auch am 22. Dezember hatte Cornelia Nesper wieder einen schönen Beitrag für die Senioren und Mitarbeiter von St. Johannes mitgebracht.

Knecht Ruprecht
Von drauß’ vom Walde komm’ ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr !
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor,
und wie ich so strolch’ durch den finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell !
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden !“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.“
„Hast denn das Säcklein, auch bei dir ?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier:
denn Apfel, Nuss und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.“
„Hast denn die Rute auch bei dir ?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht !“
Von drauß’ vom Walde komm’ ich her
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr !
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind ?            Theodor Storm

 
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