Neubau einer barrierefreien Bushaltestelle am Malzéviller Platz mit Kasseler Hochbordsteinen, Fahrgastunterstand sowie Fahrgastinformationssystem
Eine Investition in den öffentlichen Personennahverkehr nimmt derzeit die Gemeinde mit dem Bau einer barrierefreien Bushaltestelle mit Kasseler Hochbordsteinen am Malzéviller Platz vor. „Diese gehört zum Paket des Rathausneubaus“, erklärt Schultes Michael Rembold am Dienstagnachmittag beim Pressegespräch vor Ort. Die neue Haltestelle bietet dann Platz für zwei hintereinanderstehende Busse, einen Fahrgastunterstand sowie ein Fahrgastinformationssystem. „Damit ist die Gemeinde dem Landkreis bereits einen Schritt voraus für die Umsetzung des 30-Minuten-Taktes von 6 bis 22 Uhr im ÖPNV“, schmunzelt Bauamtsleiterin Maren Zengerle. Ein weiterer Synergieeffekt besteht in der Verlegung der Leitungen fürs zukünftige Nahwärmesystem, das ein Teil der Anwohner des Malzéviller Platzes nutzen möchte. Für die barrierefreie Bushaltestelle samt Fahrgastunterstand und Informationssystem kommen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von 125.000 Euro. Die Gesamtkosten für alle drei Haltestellen (zwei am Rathaus, eine am Malzéviller Platz) belaufen sich auf 400.000 Euro. Daran beteiligt sich das Land Baden-Württemberg mit 60 Prozent, also 240.000 Euro, weil es zur Maßnahme „Außenanlage und Straße“ des Rathausneubaus gehört. Damit hat die Gemeinde den benötigten Schwellenwert von drei Baumaßnahmen gemäß dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz umgesetzt. Die ausführende Baufirma Eichele konnte dies nun der Rathausplatzgestaltung vorziehen, da die Bearbeiter der Rathausfassade krankheitsbedingt stark dezimiert und somit im Verzug sind. Sobald das Baugerüst weg ist, kann die Außenanlage von hinten zur Straße hin gestaltet werden.
„Am Malzéviller Platz wird zukünftig ein Umstiegsbushalt sein, hingegen gegenüber dem Rathaus nur eine Ausstiegshaltestelle ohne Busbucht“, erklärt Zengerle. Für die Fahrgäste nach Schwäbisch Gmünd hingegen wird es auch zukünftig eine Bushaltestelle auf der Rathausseite geben.
„Die Maßnahme im fließenden Verkehr durchzuführen, ist eine Herausforderung für die Mitarbeiter", weiß Rembold und weist darauf hin, „dass Fußgänger weiterhin bei allen Baustellen durchkommen.“ Wie mittlerweile von der Firma Eichele gewohnt, ist auch diese Maßnahme wieder im gesteckten Zeitrahmen von einem Monat fertig. „Wir benötigen noch etwa 2,5 bis 3 Wochen, sind also Ende Oktober fertig“, prophezeit Oliver Eichele.



