Vernissage des 10. Kunstprojekts "Bilder, die Geschichten erzählen" der Waldstetter Wäschgölten und der PRODI-Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof im Wißgoldinger Bezirksamt
Jedes Exemplar steht für sich – und für Sie
40 Bilder warteten am Freitagabend auf ihre erstmalige Betrachtung im Bezirksamt in Wißgoldingen. 40 Bilder, die eine Geschichte des jeweiligen Künstlers erzählen. „Es gibt Momente, in denen Worte nicht reichen. Momente, in denen ein einziger Blick, ein einziges Bild mehr sagt als tausend Worte. Heute ehren wir Werke, die genau das vermögen“, gab Anita Baier-Burth Einblick in das von ihr begleitete Kunstprojekt von Menschen, deren bisheriges Leben nicht auf einer geraden und ebenen Straße verlief. Sie alle sind Teil der PRODI-Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof und nutzen das nunmehr 10. von den Waldstetter Wäschgölten initiierte Kunstprojekt, um Einblick in ihre Gedanken zu geben. So tragen die Werke beispielsweise den Titel „Leben und Tod – Ende einer Illusion“, „Leben – zwei Stimmungen“, „gute Zeiten – schlechte Zeiten“, „ein Tag am See“, „Schifffahrt-Erinnerung“, „Leidenschaft Berge – Erinnerung an meinen Cousin“ oder einfach „Love“. Die Künstler hätten es meisterhaft verstanden, mit Pinsel, Spachtel, Walze, Finger und Schnüren die Farben ideenreich auf die Leinwand zu malen, lobte die künstlerische Leiterin und lud ein, in die Welt der Bilder einzutauchen, „in eine Welt voller Farben, Formen und Geschichten.“
Petra Pachner, die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen beim Landratsamt Ostalbkreis, rühmte den Mut der Künstler, sich die Arbeit zu machen und somit das Innere nach außen zu stülpen. „Jedes Exemplar steht für sich – und für Sie“ sprach sie die Akteure an. „Es ist harte Arbeit, wenn man sich mit sich beschäftigt.“
„Bereits beim Eintreten ins Bezirksamt fühlte ich mich wohl und gut aufgehoben dank der Menschen, die das Projekt machen“, attestierte Oliver Baum, der Verbundleiter Arbeit bei der Stiftung Haus Lindenhof, den Initiatoren. Die Kontinuität des nunmehr 10. Kunstprojekts sorge für Qualität und die Bilder werden jedes Jahr schöner. Persönliche Geschichten auf die Leinwand zu bringen, habe einen therapeutischen Aspekt. Daher richtete er seinen Dank an Schultes Michael Rembold für die Bereitstellung der Räume in der Kunstschule sowie an Anita Baier-Burth für die Begleitung der Künstler.
Dass sich die Akteure in den Räumen der Kunstschule wohlfühlen, hatte auch der Initiator der Veranstaltung, Helmut Herkle, bei seinen Besuchen festgestellt. Und da der Wunsch im vergangenen Jahr geäußert wurde, nicht nur an 8 Nachmittagen kreativ zu sein, standen heuer 10 Termine im Kalender. Wodurch statt der bisher 30 nun 40 Kunstwerke geschaffen wurden. Dies wurde insbesondere durch die großzügigen Spenden der Kreissparkasse Ostalb und der VR-Bank Ostalb ermöglicht.
















