Die zweite Lichterfahrt der Landwirte aus Waldstetten und der Umgebung führte am 14. Dezember durch Waldstetten, Straßdorf, die Gmünder Innenstadt und Bettringen
Lichterfahrt wird zum Volksfest
Die zweite Lichterfahrt der Waldstetter Landwirte und ihrer KollegInnen der umliegenden Gemeinden zauberte am Sonntagabend nicht nur ein Lachen in die Gesichter der winkenden Menschen an der Strecke, sie wurde auch emotional für die Fahrer selbst. Alle saßen lachend, winkend und gelegentlich hupend am Steuer und genossen die Reaktionen am Straßenrand. Selbst der ein oder andere grimmig dreinblickende Passant konnte sich nicht dem Bann entziehen, den die liebevoll geschmückten und weihnachtlich beleuchteten Traktoren ausstrahlten. Karin Hirner, Organisatorin dieser zweiten Auflage mit nunmehr 51 Traktoren, verdrückte eine Träne im Augenwinkel, als sie den Konvoi mit ihrem Schneemann im Frontlader durch Waldstetten führte. Denn mit solch einer Resonanz hatte sie nicht gerechnet: „Ist das schön, dass so viele Leute an der Straße stehen.“ Bereits beim Start von der Stuifenhalle in die Ortsmitte säumten die Menschen die Straßen und jubelten den Fahrzeugen aller Größen zu. In Straßdorf beim Edeka-Parkplatz konnte der erste Stopp gar nicht stattfinden, weil dieser von den Autos der Zuschauer zugeparkt war. Also gab es eine Ehrenrunde durch das Wohngebiet, was so manchen Anwohner, mit dem Handy in der Hand, aus dem Haus lockte. Der erste längere Aufenthalt fand dann in der Ledergasse und über den Marktplatz bis hin zur Hinteren Schmiedgasse statt, um für den kleinen Oliver die Spendenboxen füllen zu lassen. Der Zweijährige hatte sich im Frühjahr bei einem Autounfall in Mexiko das Genick gebrochen, überlebte zwischenzeitlich zwei Herzstillstände sowie einen Schlaganfall. Doch Oliver ist ein Kämpfer. Um ihm lebensrettende Eingriffe, deren Kosten die Eltern nicht mehr stemmen können, zu ermöglichen, hat sich der Torhüter der Waldstetter Landesligamannschaft, Max Helmli, federführend der Spendenaktion „Ein Los für Oliver“ angenommen. Aus einer gemeinschaftlichen Losaktion mit der SG Bettringen und dem 1. FC Germania Bargau sind mittlerweile zahlreiche Spendensammlungen entstanden. Auf den Parkplätzen beim Rewe in Bettringen sowie Edeka im Lindenfeld kam gar Volksfeststimmung auf, als die Besucher durch die Reihen der abgestellten leuchtenden Traktoren flanierten und die liebevoll arrangierten Dekorationen begutachteten. Max Helmli ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss der Rundfahrt an die Stuifenhalle zu kommen und seine Begeisterung und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.











