50 Jahre öffentlicher Dienst und seit 26 Jahren bei der Gemeinde Waldstetten | Marianne Pfletschinger feiert ein nicht alltägliches Jubiläum
Eine kleine Mutter Teresa – sie setzt sich immer für die gute Sache ein
Während manche Menschen nach Beendigung ihrer beruflichen Laufbahn der Arbeit den Rücken kehren, ist Marianne Pfletschinger für ihre Heimatgemeinde auch nach dem Renteneintritt noch gerne da. Als Schulsekretärin greift sie den Lehrkräften in Wißgoldingen tatkräftig unter die Arme und ist Anlaufstelle für die kleinen und großen Anliegen der Grundschüler. Am 10. März feierte Marianne Pfletschinger im Kreise ihrer langjährigen Kollegen ihr 50-jähriges Dienstjubiläum in der Grundschule.
„Typisch schwäbisch und typisch Wißgoldingen“ – mit diesen Worten charakterisierte Schultes Michael Rembold seine langjährige Mitarbeiterin und zeigte kurz deren Werdegang auf:
1974 bis 1984 – Landratsamt Göppingen | 1985 bis 1995 – Staatliches Gesundheitsamt Aalen, Außenstelle Schwäbisch Gmünd | 1995 bis 2000 – Landratsamt Ostalbkreis, Gesundheitsamt. Beginn am 1. September 2000 bei der Gemeinde Waldstetten als vollbeschäftigte Verwaltungsangestellte im Ortsbauamt | Wechsel am 1. April 2003 ins Einwohnermelde-, Pass- und Wahlamt | zum 1. Oktober 2006 Wechsel ins Bezirksamt Wißgoldingen | seit 1. Dezember 2018 einmal wöchentlich als Schulsekretärin an der Grundschule Wißgoldingen. Rembold habe Hochachtung vor der Lebensleistung, die neben ihrer Arbeit zwei Töchter aufzog und später ihren kranken Ehemann pflegte. „Sie ist eine kleine Mutter Teresa – sie setzt sich immer für die gute Sache ein“, zollte er Marianne Pfletschinger Respekt.
Wie wichtig die Jubilarin für die kleine Grundschule ist, zeigten ihr die Kinder mit einem persönlichen Lied sowie einem Akrostichon, das all ihre Eigenschaften in den Augen der Kinder widerspiegelt. Schulleiterin Stefanie Bleicher nutzte ebenfalls die Möglichkeit, um Dankeschön zu sagen: „Die kleine Grundschule ist nicht nur ein Arbeitsplatz für Sie, Sie kennen die Kinder und ihre Familien. Und die Kinder liegen Ihnen am Herzen.“ Sie sei eine wertvolle Unterstützung am Dienstag, aber auch zusätzlich, wenn sie benötigt werde. Bleicher zeigte sich sehr dankbar, denn sie weiß, dass viele kleine Grundschulen mittlerweile ohne Sekretariat auskommen müssen.
Aus eigener Erfahrung kann auch Ortsvorsteherin Monika Schneider bestätigen, dass die Jubilarin „immer alles mit viel Herzblut mache und nie Dienst nach Vorschrift, was heute nicht mehr selbstverständlich ist.“ Durch einen Unfall war Marianne Pfletschinger einige Zeit außer Gefecht gesetzt, doch die liebevolle Bitte von der Schulgemeinschaft in Kombination mit dem Spaß, den ihr die Arbeit an der Schule bereitet, ließ sie zu dem Entschluss kommen, gerne noch einige Jahre weiterzuarbeiten.



