Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
Autor: Frau Herkommer
Artikel vom 29.06.2018

Der Ostalbkreis und die Gemeinde Waldstetten versorgen Weilerstoffel und Tannweiler mit schnellem Internet

Weilerstoffel und Tannweiler werden nun ans schnelle Internet mithilfe einer Backbone-Trasse angebunden. Zum symbolischen Spatenstich – bei der Spülbohrtechnik wird nämlich nicht gegraben – stellten sich (.v.l.) Edgar Müller und Philipp Nägele vom ausführenden Bauunternehmen Leonhard Weiss, Bauhofleiter Michael Calvin und Schultes Michael Rembold, Wolfgang Hirsch vom Landratsamt Ostalbkreis sowie Matthias Strobel und Alessa Widmann vom Ingenieurbüro Strobel dem Fotografen.
Dieser Spülbohrer arbeitet sich derzeit am Straßenrand nach Weilerstoffel vor.
Dieses, wie eine Hand aussehende Teil, ist der Bohrkopf, der sich durch die Erde in etwa 1,50 m Tiefe arbeitet.

Endspurt bei der Versorgung der Waldstetter Bürger mit schnellem Internet. Nachdem der Hauptort in Kooperation mit GmündCom und der Telekom jedem Hausanschluss den schnellen Weg ins Netz anbieten kann und Wißgoldingen seinen Zugang über sdt.net zur Verfügung stellt, folgt nun die Anbindung in Weilerstoffel und Tannweiler. Am Dienstag war offizieller Spatenstich zur Verlegung der Backbone-Trasse von Waldstetten in seine Teilorte mit allen beteiligten Unternehmen.

"1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde Waldstetten dann ins Breitband investiert“, summierte Schultes Michael Rembold die Ausgaben auf. Für die aktuelle Baumaßnahme nehme der Kämmerer 370.000 Euro in die Hand, um den Bürgern von Weilerstoffel und Tannweiler die Glasfaser bis ans Haus legen zu lassen. Vom Land fließen 57.000 Euro als Förderung, rund 100.000 Euro kommen von den 60 Hausbesitzern, die das schnelle Internet haben möchten. Mit diesem Geld werde der Lückenschluss vom Almenweg über die Umgehung bis zum Feuerwehrhaus sowie zu den Gebäuden in den Teilorten finanziert. Ab dem Feuerwehrhaus investiert der Ostalbkreis 566.000 Euro – 353.000 Euro kommen als Förderbeitrag vom Land - in eine Backbone-Trasse, für die ein Spülbohrer entlang der Straßenkante von Waldstetten nach Tannweiler die Kabel einzieht. „4 Rohre mit einem Durchmesser von 20mm werden dann gelegt, in einem davon schwimmt auf einem Luftpolster das 144-faserige Breitbandkabel“, erklärte Edgar Müller vom ausführenden Göppinger Bauunternehmen Leonhard Weiss. Die anderen drei bleiben als Reserve für spätere Baumaßnahmen. Er freute sich, dass sie als regionales Unternehmen zum Zug bei dieser Kooperation kamen. Während außerorts nun das umweltfreundliche und grabungslose Verfahren zum Einsatz kommt – es muss kein Material transportiert werden, da sich der Bohrer durchs Erdreich in 1,50 m Tiefe schiebt - muss innerorts nur bei den Gehwegen und Straßen mit dem Bagger gearbeitet werden. Selbst in den Neubaugebieten werde das Kabel durchgepresst, um die Gärten zu schonen.
Schultes Rembold dankte Wolfgang Hirsch vom Geschäftsbereich Geoinformation und Landentwicklung beim Landratsamt Ostalbkreis, der maßgebend bei der mühseligen Planung dieses Vorhabens tätig war und stellvertretend für Landrat Klaus Pavel zum Spatenstich kam. Hirsch erläuterte die Backbone-Strategie für den gesamten Ostalbkreis, die nicht an den Gemarkungsgrenzen halt mache, sondern einen Ringschluss anstrebe.
Matthias Strobel vom gleichnamigen Planungsbüro aus Abtsgmünd erklärte, dass seit Anfang Juni bereits 650 m Kabel verlegt worden seien. Nun folge die Strecke bis Weilerstoffel, innerorts werde dann parallel gearbeitet: Backbone-Trasse und Hausanschlüsse. Voraussichtlich fertig sei die Baumaßnahme Ende November dieses Jahres, dann wäre der zukünftige Betreiber GmündCom dran. Sehr wichtig war dem Waldstetter Schultes, dass auch die Außengehöfte zum Zug kommen: „Da muss ein spezielles Förderprogramm vom Land kommen!"