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Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
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Autor: Frau Herkommer
Artikel vom 09.09.2018

Buchvorstellung: Rund 100 Besucher erleben einen kurzweiligen und amüsanten Sonntagvormittag bei der Waldstetter Matinee mit Robert Nachtigall

Verse sind Karikaturen fürs Ohr

Robert Nachtigall (rechts) sorgte für viele heitere Momente bei der Vorstellung seines neuen Werkes bei der Matinee am Sonntagvormittag im Waldstetter Rathaus.
Manfred Fischer umrahmte die Matinee auf dem E-Piano.
Schultes Michael Rembold freute sich über die große Besucherzahl, die bestätigte, dass Robert Nachtigall bombenmäßig in der Gemeinde integriert sei.

Mehr Bestätigung kann es für einen Heimatdichter und Karikaturisten bei einer Buchvorstellung nicht geben: Knapp 100 Besucher wollten wissen, was sich hinter dem Titel „…wenn’s Waldstett‘ net scho geba tät!“ von Robert Nachtigall verbirgt und erlebten dabei eine amüsante und humorvolle Matinee im Waldstetter Rathausfoyer. Dass das neue handsignierte Heimatbüchle anschließend in großer Zahl erworben wurde, ist selbstredend.

Nach dem Eröffnungsstück „All of me“ von Musikschulleiter Manfred Fischer, der mit dem E-Piano die Matinee musikalisch umrahmte, ließ es sich Schultes Michael Rembold nicht nehmen, seine Freude über die große Besucherzahl kundzutun. Und er stellte dringenden Handlungsbedarf am Rathaus fest: Das neue Rathaus müsse größer und schöner werden. Dass der Herausgeber des vorgestellten Heimatbüchles, Robert Nachtigall, bombenmäßig in der Gemeinde integriert sei, sehe der Schultes sowohl bei der Bürgerschaft als auch dessen Weggefährtin und Ehefrau, Helga Nachtigall. Sie sei seine größte Kritikerin und frage nicht selten: „Ja, bisch Du net no ganz bacha?“, wenn er wieder neue Verse dichte oder Karikaturen zeichne, die mit seiner Heimatgemeinde zu tun haben. „Doch seine Werke sind stets mit viel Charme und Tiefgang, Robert Nachtigall hat ein großes Gespür und Fingerspitzelgefühl“, bescheinigte das Gemeindeoberhaupt dem Herausgeber von „…wenn’s Waldstett‘ net scho geba tät!“ Er bringe alles pointiert auf einen Punkt und stets sei etwas Wahres dabei. Über den Tellerrand auf die Geschehnisse in der Welt blickend, fügte Rembold an: „In der heutigen Zeit brauchen wir Dinge zum Schmunzeln!“
Während die Realisierung des neuen Werkes im Gange war, sei das Gespräch auf eine Buchvorstellung gekommen. „Der Bürgermeister bat mich, die Verse vorzutragen“, so Nachtigall, „allerdings gab ich zu bedenken, dass die Käufer meines Werkes lesen können.“ Doch der Schultes habe entgegnet: „Verse sind Karikaturen fürs Ohr“. Da sei dem selbsternannten Sprücheklopfer Nachtigall nichts mehr eingefallen, gab er zu. Am Sonntagvormittag genoss er es dann sichtlich, die Zuhörer mit kurzen und längeren Gedichten zum Lachen zu bringen. So wie mit der Aussage: „Nur im Schwäbischen gibt’s einen Reim auf Mensch: „Mensch, den kennsch“. Zudem sei ihm das Lieblingsessen der Kannibalen bekannt: Menschenauflauf.

Viele Verse und Karikaturen gibt es im Heimatbüchle nachzulesen, das ab sofort beim Rathaus (Zimmer 2) und der Firma Schnappschuss in Waldstetten zum Preis von 9,90 Euro erhältlich ist.