Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
Staatlich anerkannter
Erholungsort im Ostalbkreis
Autor: Frau Herkommer
Artikel vom 08.11.2019

Vorbereitung für das 6. Kunstprojekt der Waldstetter Wäschgölten und Stiftung Haus Lindenhof in der PRODI-Werkstatt in Waldstetten

Feuersänger: „Es entstehen wahre Bilder, keine schönen“


Am Freitag, 29. November 2019, findet um 19 Uhr die Ausstellungseröffnung zum 6. Kunstprojekt der Waldstetter Wäschgölten und der Stiftung Haus Lindenhof statt. Mittlerweile ist es ein Selbstläufer geworden. Wie das Projekt entstanden ist, wer die Themen benennt und wie es im ersten Jahr auf den Weg gebracht wurde, darüber sprachen die Initiatoren und Künstler in der PRODI-Werkstatt.

In der Satzung der Waldstetter Wäschgölten ist vermerkt, dass alljährlich eine Spende an einen karitativen Zweck übergeben wird. Vor sechs Jahren hatte dann Helmut Herkle die Idee, dass sie in einem künstlerischen Projekt mit dem Kunstpädagogen Uwe Feuersänger zum Tragen kommen soll. Der Start war holprig: „Wir standen mit den Künstlern in der PRODI-Werkstatt, keiner sagte etwas, keiner bewegte sich. Also ließen wir die Maler wieder alleine in ihrem Atelier“, erinnert sich Herkle an die erste Zusammenkunft. Diese Hemmschwelle ist längst überwunden. „Wir sind eine große Familie geworden“, blickt Brigitte Sternberger zurück. „Und alle auf einer Ebene“, freut sich die Malerin über das Miteinander von Künstlern und Initiatoren.

Die Themen werden immer von den Künstlern selbst vorgeschlagen. In diesem Jahr lautet es: "WESENTL ICH ES - MEINE ABGRÜNDE - MEINE AUFSTIEGE - MEIN WEG". Wie die Empfehlung an die Beteiligten dazu war, beschreibt Uwe Feuersänger: „Erinnert Euch an eine Lebenssituation und malt diese. Begleitet dann das Bild, wie es werden will.“ Solch ein Projekt zu machen, könne schwierig oder leicht sein. Mittlerweile sei die Gruppe zusammengewachsen, das Thema gehe von außen nach innen: „Es werden die innersten Lebenserlebnisse dargestellt. Dies ist jedoch nur in vertrauensvoller Umgebung möglich, denn es findet auf der obersten psychischen Ebene statt.“ Der Künstler male sein Innerstes und dabei könne etwas Phantastisches stattfinden. Und es seien wahre Bilder, keine schönen. „Wahre Bilder kommen als wahr und beeindruckend beim Betrachter an. Schöne Bilder werden zur Kenntnis genommen.“

Wolfgang Polzer, der Leiter der PRODI-Werkstatt, ist dankbar, dass das Kunstprojekt dort seit sechs Jahren stattfinde. Auch er betont die Gemeinschaft von Gemeinde, Waldstetter Wäschgölten und den Künstlern, die seither entstanden sei: „Es ist ein verlässliches Projekt für die langjährigen Teilnehmer geworden.“ Der Waldstetter Schultes geht noch einen Schritt weiter in seiner Betrachtung: „Es ist ein Projekt der Nächstenliebe. Aus Fremden wurden Freunde durch ein Projekt eines Vereines.“ Schwächere Menschen werden in den Mittelpunkt gestellt. Damit wurde das Thema Teilhabe bereits vor sechs Jahren in der Gemeinde Waldstetten realisiert. Helmut Herkle war der Ideengeber, Uwe Feuersänger der Türöffner, während in Wolfgang Polzer ein toller Partner zur Umsetzung gefunden wurde.

Sechs langjährige und zwei neue Künstler treffen sich seit 9. Oktober an acht Nachmittagen vier Stunden lang in ihrem Atelier und erschaffen ausdrucksstarke Bilder. Diese stellen sie ab Freitag, 29. November, im Rathausfoyer aus.

Pressegespräch mit Initiatoren, Begleitern und Künstlern in der PRODI-Werkstatt.